Das Interview

Sie haben sich mit Ihrer Auswahlliste in Verbindung gesetzt und sind dem Ziel, die ideale Besetzung für Ihre Stellen zu finden, einen Schritt näher gekommen. Aber wenn Ihre Vorstellungsgespräche nicht DEI-fokussiert sind, werden Sie nicht den besten Eindruck hinterlassen - und Sie könnten Top-Talente verlieren, wenn diese mehrere Optionen auf dem Tisch haben (ein wahrscheinliches Szenario auf dem heutigen Bewerbermarkt!). 

Im Folgenden finden Sie einige wichtige, aber einfache Tipps, wie Sie Ihren Bewerbungsprozess integrativer gestalten können.

1. Diversifizierung der Gesprächsrunde

Es ist kein Geheimnis, dass eine Gesprächsrunde (anstelle eines einzelnen Interviewers) eine Reihe von Vorteilen bieten kann. Unterschiedliche Perspektiven führen zu einem abgerundeten Prozess, der Ihnen die besten Chancen bietet, die richtige Person einzustellen.

Um jedoch sicherzustellen, dass DEI in Ihrem Interviewprozess im Vordergrund steht, müssen Sie mehr tun, als nur "mehr als einen Interviewer zu haben". Sie müssen sicherstellen, dass Ihr Gremium vielfältig ist, um ein wirklich abgerundetes, faires und inklusives Interview zu führen.

Achten Sie darauf, dass mehrere Gruppen - vom Alter über das Geschlecht bis zur Rasse - vertreten sind. Damit erreichen Sie nicht nur die von Ihnen angestrebte breitere Perspektive, sondern signalisieren den Bewerbern auch, dass Ihr Unternehmen sich wirklich um DEI kümmert.

Polaroids mit collagierten Gesichtspartien verschiedener Personen.
Talent Branded glitchy Bild der Frau schaut über ihre Schulter.

2. Regelmäßige Schulungen für Vorstellungsgespräche anbieten

Sie haben gerade ein Vorstellungsgespräch mit jemandem begonnen und spüren sofort, dass es bei Ihnen Klick macht. Vielleicht sind Sie in der gleichen Gegend aufgewachsen oder haben beim Smalltalk vor den ersten Fragen ähnliche Interessen festgestellt? Egal, welche Gemeinsamkeiten Sie haben, wir alle haben schon einmal den Moment erlebt, in dem wir dachten: "Wow, dieser Bewerber passt perfekt!

Wenn dieses Gefühl der "perfekten Passung" jedoch ausschließlich auf einer persönlichen Verbindung zu ihnen beruht, ist es wichtig, einen Schritt zurückzutreten. Solche Vorstellungsgespräche könnten durch Affinitätsvoreingenommenheit beeinflusst werden, d. h. Sie fühlen sich am meisten zu Bewerbern hingezogen, von denen Sie glauben, dass sie "genau wie Sie" sind. Es ist kein Geheimnis, dass Gleiches Gleiches anzieht, aber es ist wichtig, dass Sie diesen Aspekt der menschlichen Natur nicht Ihre gesamte Einstellungsentscheidung beeinflussen lassen.

Regelmäßige Schulungen mit dem Ziel, unbewussten Vorurteilen entgegenzuwirken, sind daher von entscheidender Bedeutung, um Ihre Vorstellungsgespräche so fair und integrativ wie möglich zu gestalten. Affinitätsvoreingenommenheit ist nur eine von vielen Vorurteilen, die es in Schach zu halten gilt.

Einleitung
pt.2 gehören

3. Standardisieren Sie Ihre Interviews

Stellen Sie allen Bewerbern die gleichen Fragen in der gleichen Reihenfolge. Ein standardisiertes Verfahren trägt dazu bei, Voreingenommenheit zu vermeiden, und gewährleistet, dass alle gleich und fair behandelt werden.

Es gibt zahlreiche Forschungsstudien, die die Vorteile von standardisierten Interviews belegen. In einer Studie mit 20 000 Bewerbern wurde festgestellt, dass beim Vergleich von strukturierten und unstrukturierten Vorstellungsgesprächen strukturierte Vorstellungsgespräche den potenziellen Einfluss von demografischen Merkmalen oder Hintergründen minimieren. Das heißt, dass standardisierte Vorstellungsgespräche sehr viel unempfindlicher gegenüber Verzerrungen sind, was für die Annahme spricht, dass sie eine gerechtere Einstellungsmethode darstellen.

4. Versuchen Sie, ein integratives Gesprächsumfeld zu schaffen

Vorstellungsgespräche können im besten Fall nervenaufreibend sein. Wenn ein Bewerber jedoch Mobilitätsprobleme hat, Seh- oder Hörhilfen benutzt oder möglicherweise Probleme mit dem Lesen oder Schreiben hat, wird er sich höchstwahrscheinlich noch unbehaglicher fühlen - vor allem, wenn er nicht weiß, worum es in dem Gespräch gehen wird. Wenn Sie sich also nicht von Anfang an mit Ihrem Verfahren auseinandersetzen und es skizzieren, werden Sie nicht den Eindruck eines unterstützenden oder integrativen Arbeitsplatzes erwecken.

Wenn Sie die Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch einladen, sollten Sie ihnen von Anfang an beschreiben, was auf sie zukommt und welche Hilfsmittel Sie zur Verfügung stellen können. Fragen Sie immer, ob der Bewerber bestimmte Anpassungen benötigt, um am Vorstellungsgespräch teilnehmen und es erfolgreich absolvieren zu können.

Dies gilt nicht nur für Vorstellungsgespräche, die persönlich stattfinden. Auch wenn Sie ein Vorstellungsgespräch virtuell führen, sollten Sie sich vor dem Tag über die Anforderungen an Bild und Ton informieren. Sie könnten auch vor dem Gespräch einen Test durchführen, um sicherzustellen, dass sich die Bewerber wohlfühlen.

5. Bitte um Feedback

Es ist immer wichtig, offen für Veränderungen zu sein. Deshalb ist es sehr hilfreich, um Feedback zu bitten (und Ihren Prozess entsprechend anzupassen). Denn wie können Sie die Erfahrungen der Bewerber wirklich verstehen, wenn Sie sie nicht nach ihrer Meinung fragen? 

Versenden Sie nach dem Vorstellungsgespräch eine Umfrage an die befragten Bewerber, die Fragen speziell zum Thema DEI enthält. Die Ergebnisse geben Aufschluss darüber, wie sie das Gespräch insgesamt empfunden haben und ob sie der Meinung sind, dass Ihr Verfahren umfassend genug war. Sie können diese Informationen nutzen, um Anpassungen vorzunehmen und sicherzustellen, dass Ihre Vorstellungsgespräche weiterhin auf DEI ausgerichtet sind und den Anforderungen der Bewerber entsprechen. 

Es ist wichtig, sowohl erfolgreiche als auch erfolglose Bewerber um Feedback zu bitten. So erhalten Sie ein abgerundetes Spektrum an Antworten, ohne dass diese verzerrt werden.

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